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Trump lässt Huawei am langen Arm verhungern – US-Bann um 1 Jahr verlängert!

Matthias ZellmerMatthias Zellmer - 14 May, 2020

Wer noch Hoffnung hatte, dass Huawei in Kürze wieder Google-Dienste auf seine Smartphones installieren dürfe, der kann diese nun endgültig begraben. US-Präsident Trump hat gestern den US-Bann gegenüber Huawei und ZTE um ein weiteres Jahr, bis Mai 2021 verlängert. Hat das chinesische Unternehmen unter diesen Bedingungen in Europa noch eine Chance?

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Wie aktuell die Nachrichtenagentur Reuters mitteilt, hat der US-Präsident Donald Trump gemeinsam mit der Federal Communications Commission Huawei und ZTE für ein weiteres Jahr als nationales Sicherheitsrisiko eingestuft. Die Befugnis dazu erhält Trump von dem International Emergency Economic Powers Act, der den US-Präsidenten dazu berechtigt, im Fall eines nationalen Notfalls der die Sicherheit der Vereinigten Staaten bedroht, Handels-Einschränkungen für US-Unternehmen zu erteilen.

Huawei Mobile Services gegen US-Bann

Den größten Schaden für Huawei verursacht dabei auf neuen Android-Smartphones keine Google Mobile Services (GMS) installieren zu können. Das beinhaltet sowohl die Synchronisation von Google Kontakten, Mails und Kalender-Terminen, sowie Anwendungen von Google Maps, YouTube oder dem Google Play Store. Der wichtigsten Quelle aller Android-Apps. Huawei steuert zwar mit den Huawei Mobile Services (HMS), der Huawei AppGallery und einem eigenen Betriebssystem wie HarmonyOS dagegen an, bis dato jedoch mit knapp zwölf Milliarden US-Dollar Verluste allein im Jahr 2019.

Eine weitere Maßnahme zur Überbrückung der Umstände ist eine Ausnahme-Genehmigung, welche es Huawei erlaubt zumindest die vor dem Mai 2019 auf den Markt gebrachten Smartphones mit Google-Diensten auszustatten und zu aktualisieren. Diese Ausnahme ermöglicht es auch dem Konzern Smartphones wie zuletzt das Huawei P30 Pro New Edition auf den Markt zu bringen, das technisch auf einem alten Smartphone basiert und so ebenfalls GMS vorinstallieren darf. Diese Ausnahme soll laut Reuters ebenfalls verlängert werden. Das jedoch allein ist für Huawei und seinem Tochter-Unternehmen Honor kein Grund zum Aufatmen. Im Gegenteil.

Steht Huawei bald ohne Prozessoren da?

Das US-Handelsministerium bereitet bereits gemeinsam mit der Regierung Schritte vor, die es Huawei auch nicht erlauben Prozessoren außerhalb der USA, wie beispielsweise dem taiwanischen Auftragsfertiger TSMC (Taiwan Semiconductor Manufacturing Company) produzieren zu lassen. Es ist fragwürdig wie lang sich Huawei noch auf dem europäischen Markt ohne GMS halten wird.

Unser Test mit dem Huawei Mate 30 Pro zeigte noch keine Empfehlung für das Smartphone ohne Google-Dienste. Inzwischen hat das Unternehmen einige Investitionen in die HMS investiert, sodass unser aktuelle Test des Huawei P40 Pro zeigen wird, ob das Unternehmen mit seinen eigenen Diensten und Anwendungen inklusive der Huawei AppGallery hierzulande eine Chance hat.

Quelle: Reuters

 

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