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US-Embargo zwingt Huawei zur Kooperation mit TomTom

Matthias ZellmerMatthias Zellmer - 20 Jan, 2020

TomTom war einst der größte Anbieter von externen Navigationsgeräten. Mit Google und Apple Maps ist diese Art der Navigation zunehmend in den Hintergrund geraten. Nun wurde bekannt, dass Huawei sich den niederländischen Kartendienst-Anbieter zu einer langfristigen Kooperation gesichert hat. Damit ist der chinesische Smartphone-Hersteller nicht mehr von Google abhängig und bietet in Zukunft seinen eigenen Navigationsdienst.

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Das US-Embargo zieht sich nun bereits einige Monate hin und es ist im Fall Google nicht wirklich Hoffnung in Sicht. Obwohl beispielsweise Microsoft eine Ausnahme-Lizenz von dem US-Handelsministerium erhalten hat das Windows Betriebssystem an Huawei verkaufen zu dürfen, hat Google für Android und seinen Diensten kein Go erhalten. Weder Google noch Huawei wollen darüber Auskunft geben, ob es für den gestellten Antrag eine Ablehnung gegeben hat oder man noch auf Antwort wartet.

Fakt bleibt, dass Huawei bei neuen Smartphones auf die Google Mobile Services (GMS) verzichten muss. Das bedeutet keine Google-Synchronisation der Kontakte, Termine oder E-Mails. Ebenfalls dürfen keine Google-Anwendungen wie YouTube, der Play Store oder eben Google Maps installiert werden. Das von uns getestete Huawei Mate 30 Pro ist der erste Kandidat, der in Europa verkauft wird und die vermutliche schmerzhafte Erfahrung eines gewissen Desinteresse machen muss (zum Test).

Huawei kooperiert mit TomTom für eigene Naviagation

Da die hauseigene Alternative – die Huawei Mobile Services (HMS) – aktuell in der Version 4.0 mehr für den chinesischen Markt ausgelegt sind, investiert Huawei Millionen, dass sich dies schnell ändert. Jüngstes Beispiel ist die Kooperation mit dem niederländischen Hersteller von Navigationssystemen. Das bestätigte nun ein Pressesprecher von TomTom gegenüber Reuters in einem Interview. Weitere Details, welche Summen zum Beispiel geflossen sind oder wie die für Huawei erstellte Navigations-Anwendung heißen wird und wann sie fertig gestellt ist, wollte das Unternehmen zum jetzigen Zeitpunkt nicht kommunizieren.

Damit dürfte Huawei einen weiteren wichtigen Schritt gegangen sein, mit der Huawei AppGallery eine echte Konkurrenz zum Google Play Store auszubauen. Ein weiterer Schritt ist die Aufnahme der Top 100 Anwendungen der jeweiligen Länder im hauseigenen Shop. Denn diese fehlen aktuell komplett, sodass unter aktuellen Bedingungen ein Huawei-Smartphone mit HMS für Europa keine Alternative ist.

Quelle: Reuters | via Golem

 

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